Sonntag, 8. Januar 2012

Uuppss... und da war er wieder da!

Servus an alle!

Nachdem ich ja soo fleißig geschrieben habe, nehme ich mal an das eh keine Sau mehr hier auf den Blog schaut - aber der Vollständigkeit halber:

Ich bin wieder da!!!

Genaugenommen bin ich schon wieder weg - denn ich hab Deutschland vorerst endgültig den Rücken gekehrt und nach zwei Wochen Akklimatisierung bei meinen Eltern plane ich nun in Bilbao mit Nahia unsere Zukunft.

Die Reise war einfach genial und jetzt wartet ein neuer, spannender Lebensabschnitt auf mich und ich freu mich schon tierisch!

Dank guter Freunde, die mich mit Einladungen (Ich sage nur legendäres Frundsbergfest!) und einem neuen Geschäftsprojekt (merkt euch schon mal den Namen RECOVIS) dann doch wieder ab und zu nach Deutschland locken, werde ich aber regelmäßig vorbeischauen.

Jedem der mag, kann und eine geniale Zeit haben will kann ich nur empfehlen mich hier in Bilbao zu besuchen - Einladung steht und ihr habt sicher eine Platz zum Schlafen und einen recht passablen Tourguide der euch Kletterplätze, Bergtouren, Strände, Musik & kulinarische Highlights gerne näher bringt!


Die Kehrseite der Medaille ist, dass mich mein "neues" Leben zeitlich recht fordert und mein ursprünglicher Plan den Blog fertig zu stellen eine recht niedrige Priorität bekommen. Somit werde ich den Blog nicht in absehbarer Zeit mit den gesammelten Eindrücken vervollständigen können.

Sorry dafür - aber wer will kriegt eine Privatvorführung hier in Bilbao!

Machts gut und haltet die Ohren offen - bald gibts Neues aus meinen "neuen" Leben!

Tom

Ok... hier noch ein paar Bilder, mehr geht aber wirklich nicht!





































Weiterlessen...

Samstag, 13. August 2011

Es ist viel passiert....


Servus miteinander!

Sorry fuer die lange Wartzeit - ich weiss es ist ein paar Wochen her seit dem lezten Eintrag. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur sagen, dass wir die letzten Wochen am Rande der Zivilisation unterwegs waren und Internet, manchmal sogar simple Elektrizitaet, nicht einfach zu haben war. Ich weiss was jetzt ein paar denken: "Aber Nahia hat doch Eintraege veroeffentlicht..!" Ja wir hatten ein paar mar die Internetzugang, aber mir fehlt schlicht und ergreiffend die Geduld, bei einer 64 KB Internetleitung Stunden zu warten, bis der Eintrag endlich auf der Webpage erscheint. (Einmalvmussten wir sogar Benzin kaufen um den Generator zu betreiben, der den Strom fuer den Internetzugang erzeugte!)

So, genug davon. Reden wir lieber davon was passiert ist. Der letzte Eintrag handelte davon, wie wir optimistisch in den Pamirs angekommen sind und voller Zuversicht einen lieben, braven Esel kaufen wollten, mit grossen Kulleraugen, der treu mit uns die lange Reise zu Fuss durchs Gebirge antritt und von dem wir uns am Ende der beschwerlichen Reise nur schweren Herzens trennen werden...

Drecksviech dreckertes!

Wir haben also einen Esel gekauft, zugegeben ein stattliches Tier. Wir haben in einen Schnellkurs den Eselfuehrerschein gemacht: wie man Gepaeck am Esel befestigt, welche Kommandos das Ding versteht und das wichtigste von allem: immer fest auf den Esel eindreschen wenn er nicht vorwaerts geht. Letzteres sollte man permanent mindestens alle 10 Sekunden wiederholen zusammen mit dem Kommando "Ichhhh" (Ausgesprochen wie von einem Schweizer auf Ekstasie, also mit ein "chhhh" das tief aus dem Rachen kommt und in ein "rrrr" uebergeht). Dieses "Iccchhhhh" laest einem den Rachen innerhalb weniger Minuten austrocknen...
Alles in allem erlaubt einem so ein Esel nicht wirklich sich der spektakulaeren Bergwelt von der harmonischen, ruhigen Seite zu naehern da man vor lauter "icchh" und Stockschlaegen sich voll auf den Esel konzentrieren muss. Soweit allerdings allerdings noch alles nicht die Schuld des Esels. Die Viecher werden halt so trainiert. Was uns allerdings keiner gesagt hat ist, dass man in den Pamirs Esel nur im Winter bei sehr kalten Temperaturen einsetzt. Im Sommer bevorzugen die Leute die Sachen mit Jeeps zu transportieren  und die Esel bevorzugen es, einfach nur auf der Wiese rumzuliegen, Gras zu fressen und fett zu werden. Dementsprechend begeistert war unser Esel auch, dass fuer ihn der Winter drei Monate zu frueh begann, und dann auch noch bei Temperaturen, die locker 30 Grad erreichten...

Des Esels Antwort auf eine derartige Arbeitsumgebung war simpel, aber sehr effektiv: hinlegen und nicht wieder aufstehen! Kaum waren wir unterwegs und es wurde ein bisschen waermer, hat sich der Esel hingelegt und war mit keinem noch so inbruenstig geschweizerten "Iccchhhhh" oder anfangs sanften, spaeter weniger sanften und noch spaeter verzweifelten Stockschlaegen zum Aufstehen zu Bewegen. Auch die zahlreiche ich-zeig-den-dummen-Touristen-mal-wie-man-einen-Esel-behandelt Hilfe der Einheimischen konnte den Esel nicht ueberzeugen und so haben wir beschlossen auf Esel 2.0 upzugraden. Esel 1.0 wurde schlicht und erfreiffend verkauft und wir haben unsere Rucksaecke auf 20 bzw. 30 Kilogramm anschwellen lassen und haben uns selber zum Esel gemacht.


Von da an wars dann zwar anstrengend, aber wunderschoen! Entlang der afghanischen Grenze, das spektakulaere Hindu-Kusch Gebirge mit seinen 7.000ern also Hintergrundpanorama gings uber verschneite Paesse (der hoechste war 4.700 Meter!) von einem Tal ins andere. Dazwischen einfach nur atemberaubende Landschaft, ein paar Abenteuer (wir sind einmal auf einem Pass in einen Schneesturm geraten dem wir dann 45 Km "davongelaufen" sind, bis wir endlich keine Blitze und Donnergrollen mehr wahrnehmen konnten...) und viiiiiieeeel Schweiss. Nach 350 km ohne warmes Essen (dank dem Esel mussten wir auf unser Gas zum Kochen versichten - die Flasche wog 20 kg - und wir mussten uns von Brot, Trockenfruechten und Dosenfisch ernaehren) sind wir nach 16 Tagen in Murghab angekommen. Murghab ist genaugenommen eine haessliche Ansammlung heruntergekommener Ex-Sowjet Huetten, die keiner gebaut und gebraucht haette, haette nicht jemand in Moskau beschlossen, das es dort einen grossen Militaerstuetzpunkt braucht. Die Sowjets und das Militaer sind dann irgendwann verschwunden und zurueckgeblieben ist wirklich nur ein kleines Drecksnest, das nur ein paar Stunden pro Tag ueber genuegend Strom verfuegt, um eine Gluehbirne schwach zum glimmen zu bringen.

Uns kam es allerdings nach ueber zwei Wochen "Diaet" wie eine Oase der Zivilisation vor, da man dort so unglaubliche Dinge wie eine Wassermelone oder abgelaufene Schokoriegel kaufen konnte. Auch gab es wieder warmes Essen nachdem wir eine "Gastfamilie" gefunden hatten und einmal pro Woche ein "Banja" - eine russische Erfindung die einen Mix aus Dusche und Sauna darstellt, bei der Maenner (oder am naechsten Tag dann die Frauen - leider niemals zusammen...) sich gegenseitig in einem heissen Raum mit noch heisserem Wasser  vollspritzen.

Weils dort so schoen war, haben wir dann 1 1/2 Wochen in  Murghab und Umgebung verbracht, uns Fahrraeder ausgeliehen, heisse Quellen besucht (liest sich einfach, ist aber eine zwei Tagestour, kombiniert aus fahradfahren, ueber weggeschwemmte Strassen klettern und einem 10 km Orientierungslauf), ein Reitfest der Nomaden angesehen und wieder Kraefte getankt, bevor es dann nach Kirgistan weiterging. Letzteres war gar nicht so einfach, da Murghab so am oder besser gesagt im Arsch der Welt liegt, dass keine oeffentlichen Verkehrsmittel dort hin- oder wieder wegfuehren und nur unregelmaessig ein Auto alles 1 bis zwei Wochen seinen Weg nach Kirgistan findet - ausser man ist bereit fuer 250 km Fahrt 300,- Dollar pro Person zu bezahlen, was wir nicht waren und so hatten wir mit viel Glueck, Geduld und Hartnaeckigkeit einen Sitzplatz ein einem Jeep gefunden, der neben uns noch 10 andere Personen befoerdet hat.


Nach insgesamt 5 Wochen sind wir dann von Tadjikistan nach Kirgistan aufgebrochen und mit uns im Gepaeck hatten wir wunderschoene Erinnerungen. Hinter uns lag eine super Zeit und vor uns ein neues Land!

Mehr dazu im naechsten Blog.
Weiterlessen...

Dienstag, 28. Juni 2011

Endlich in Tadjikistan!

Hallo zusammen!

Endlich raus aus Uzbekistan und hinein ins Paradis! Fast so ist uns jedenfalls die "Flucht" nach Tadjikistan vorgekommen. Wir konnten den 20.6 kaum erwarten, das Datum, an dem wir endlich nach Tadjikistan einreisen durften.

Kaum ueber der Grenze halt ein PKW an und der Mann am Steuer fragt uns, ob er uns mitnehmen kann, da die "Taxi-Mafia" an der Grenze unglaubliche 100,- Dollar fur 60 km fahren verlangt... die Jungs haben schnell gelernt was ein Monopol ist... :-)

Aber mit unserem "Retter" konnten wir der Bande ein Schnippchen schlagen und sind gratis nach Khojand gekommen - und nicht nur das: der Fahrer hat uns Khojand, die Umgebung, seine Fabrik und vieles mehr gezeigt, er hat uns auch bei sich uebernachten lassen und uns am naechsten Morgen ein Taxi in die Fan-Mountains organisiert.

Dort angekommen haben wir einen anderen "Engel" gefunden, der uns in die Berge gefahren hat und uns eine kleine Huette gratis zum uebernachten ueberlassen hat. In den Fan-Mountains haben wir dann 4 Tage mit wandern verbracht und es war wirklich traumhaft schoen!

Weiter ging es nach Dushanbe, wo wir uns 2 Tage lang von 4 Tagen "Trockenfruechte-Diaet" erholt haben und weiter ging die Hatz in Richtung Khorog, der letzte Posten der Zivilisation am Fusse des Parmir Gebirges. Nach 18 Stunden Fahrt fuer 528 km sind wir um 3 Uhr Morgens angekommen und haben tasaechlich jemanden gefunden, der uns um diese spaete Stunde ein Bett angeboten hat.

Heute sind wir mit der Vorbereitung unseres vorlaeufigen Abenteuer-Hoehepunktes beschaeftigt. Wir sind dabei Nahrungsmittel, Wasser, Ausruestung fuer 4 Wochen Trekking zu kaufen. Wir haben naemlich vor, von hier durchs Parmir-Gebirge bis nach Kirgistan zu Fuss zu laufen! 

Alles in allem zwichen 500 und 600 km durch eine der schoensten und duenn besiedeltsten Hochgebirge der Welt! Nachdem de ganze Kram einiges wiegt haben wir beschlossen, uns einen Esel zu kaufen und zu dritt brechen wir Morgen auf.

Dann ist erstmal fuer die naechsten 6-8 Wochen Schluss mit Internet, da wir im Gebirge keine Moeglichkeit haben. Erst in China, in Kashgar, gibt es wieder Internet, aber wir haben gehoert, dass die Regierung in China "Blogspot" blockiert und so koennen wir wahrscheinlich erst wieder von unserem uebernaechsten Reiseziel einen neuen Eintrag posten.

(Entschuldigt dass es diesmal keine Fotos gibt, aber mir fehlt die Geduld 40 Minuten zu warten, nur um ein einziges Bild hochzuladen.)

Machts gut in bis irgendwann spaeter!
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Donnerstag, 16. Juni 2011

... on the Road again!

Servus miteinander!

Nach unserem feucht-froehlichen Ausflug in die Berge sind wir dann langsam unruhig geworden und haben beschlossen uns das kleine Gebirge von der anderen Seite anzusehen. Mit Sammeltaxis ging es nach Boyson!
Boyson laesst sich am besten so beschrewiben, dass man nicht naeher am Arsch der Welt sein kann, ohne mitten drinn zu stehen...

Ein Traum fuer jeden Backpacker! Super unfreundliche Leute, nur ein einziges "Hotel" im Ort (Das Hotel hat kein Klo, keine Dusche, nichts - ausser 20 cm hohen Taubenschiss im Eingangsbereich und dreckigen "Zimmern"...) und wei und breit kein Mensch der unsere guten Dollar oder Euro in Sum wechseln wollte oder konnte. Wir sin naemlich mit nur sehr begrenzten lokalen Bargeldmitteln aufgebrochen, hatten wir bis her noch kein Problem gehabt, Geld zu wechseln. Dafuer hatte es in der Stadt reichlich Menschen, die unsere Lage ausnutzen wollten. Essen (Brot!) zum fuenfachen Preis, Wasser zum dreifachen Preis, etc... wir haben uns gedacht "ihr koennt uns mal!" und uns zwei Tage von altem Brot und einem Glas Honig ernaehrt, dass uns "Opa" als Abschiedsgeschenk mitgegeben hat. Boyson laesst sich kurz zusammenfassen: Eine grandiose Landschaft voll mit lauter Deppen!

Von Boysun gings dann nach zwei Tagen und kleineren Ausfluegen in die Berge nach Denau an der tadjikischen Grenze, wo wir auf den fruehestmoeglichen Einreiseremin nach tadjikistan warten wollten. Aber wir haben nicht mit der uzbekischen Hotelmafia gerechnet! In Denau, einer Stadt mit einer viertel Million aber alle Hotels mit vernuenftigen Preisen hatten seltsamerweise keine Zimmer frei, oder das Wasser funktioniert nicht oder irgendwas anderes. Ausnahmslos alle Hotels haben uns an das Hotel "Eurasia" verwiesen, dass zufaelligerweise der Tochter des Praesidenten hier gehoert... ein Schelm wer boeses dabei denkt...!

Die Preise warem demnach sensationel billig (90.000 SUM pro Nacht - zum Vergleich, bisher hatten wir maximal 30.000,- gezahlt) und so haben wir nach langem Suchen beschlossen, die Flucht nach vorne anzutreten und sind in ein Taxi nach Termiz gesprungen. Termiz liegt an der afgahnischen Grenze und damit ist das interessanteste ueber den Ort auch schon gesagt. Ausser dass es dort bruehtend heiss ist (2003 hatte es dort 70 Grad in der Sonne!) ist dort nicht viel los. Es ist nicht haesslich, aber auch nicht schoen... und so haben wir am 2 Tag ein Zugticket nach Taschkent gebucht. Nach nur 16 Stunden fahrt sind wir hier angekommen, haben ein schoenes Zimmer gefunden und lassen uns es erstmal gutgehen!

Bis bald!
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Und wieder ab in die Berge...


 Servus miteinander!

Vieles ist passiert die letzten Tage und mittlerweile schreibe ich aus Taschkent, der Hauptstadt Uzbekistans.
Aber dazu spaeter mehr, jetzt erstmal schoen chronologisch:
Nachdem wir aus den Bergen zurueckgekehrt sind, hat Nahia sich erstmal eine ordentliche Lebensmittelvergiftung eingefangen und ist 2 Tage mit 39 Fieber flachgelegen... nach einem weiteren Tag "Erholungspause" hat uns dann allderdings wieder die Wanderslust gepackt und wir haben uns aufgemacht einen anderen Teil des Hissargebirges zu erkunden.

Ich habe ja schon von "Opa" erzaehlt, dem 81-jaehrigen Grossvater von unserer Gastfamilie. Eine echte Marke und wir haben uns super mit ihm verstanden, so dass er es sich nicht hat nehmen lassen, uns auf unserem Ausflug in den "Tatar-Canyon" zu begleiten.
Gesagt getan, wir drei sind Morgens aufgebrochen und nach ein paar "Mashrutkas" (so nennt man hier kleine Damas von Daewoo, die mit unglaublichen 11 oder mehr Leuten vollgestopft werden) waren wir am Ausgangsort. Eine wunderschoene Wanderung mit Infos von Opa welche Pflanzen fuer welche Krankheit gut sind, Geschichten von frueher (glaube ich zumindest, denn Opa spricht nur russisch oder uzbek - beides nicht Sprachen bei denen ich mit Kenntnissen glaentzen kann...) und viel guter Stimmung.


Ab und an mussten wir Steine in den Fluss werfen, denn das soll angeblich Glueck bringen. 


Wir haben wohl nicht genug Steine geworfen...

... denn als wir uns an einem kleinen Katerakt ein bisschen ausruhten, kamen dunkle Wolken auf. Ich habe gefragt ob wir besser umkehren, denn das sah nicht gut aus, aber Opa meinte nur "No problem" mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Naja, dachte ich mir, in den Alpen wuerde ich umkehren, aber ich will mal nicht schlauer sein als ein Ortskundiger. Nach einer halben Stunde fing es dann zu troepfeln an und ich habe wieder gefragt: Sollen wir umkehren? "No problem" war die Antwort und als wir uns wieder auf den Weg machten fing es ploetzlich an wie aus Eimern zu giesen! "Problem, Problem" rief Opa und hat den Rueckzug mit einer Geschwindigkeit angetreten, die eine Bergziege vor Neid erblassen liese. Zu dem Regen kam dann noch Blitz und Donner, und nach kurzer Zeit HAGELSCHAUER hinzu. Ich sollte vielleicht erwaehnen, dass wir zum Glueck Highend Goretex Jacken haben, die perfekt vor solchem Wetter schuetzen.

Zu unserem grossen Bedauern lagen diese aber trocken und sicher auf unserem Zimmer. Da schleppen wir durch alle Wuesten bei 45 Grad die Jacken mit, denn man kann ja nie Wissen... und ausgerechnet an diesem Tag lassen wir die Jacken auf dem Zimmer...

Nach ein paar hunert Metern laufen, springen, schwimmen haben wir eine kleine Felsnische gefunden, in die wir uns alle kauerten. (Wir waren alle nass bis auf die Haut und es ist richtig a***kalt geworden) 

Die Felsnische, zusammen mit Opas Sacko, das wir provisorisch als Regenschirm genutzt haben, hat erstmal fuers Groebste geholfen, bis dann das gesammelte Regenwasser aus den Bergen in unsere Felsnische gestroemt ist. Eine Fluss aus rotbrauner Pampe hat sich ueber uns ergossen und das ganze war so sureal, dass wir alle lautstark zu lachen anfingen und uns nicht mehr eingekriegt haben.

Nach einer halben Stunde war der Spuck vorbei und wir sind starr vor Dreck und pudelnass zurueckgegangen.
Wir haben uns im Fluss halbwegs "Mashrutka"-tauglich sauber gemacht, wurden danach noch zweimal vom Regen erwischt, aber wir haben dann, immer noch hin und wieder in Lachkraempfe ausbrechend die Strasse erreicht.

Dort hat der Regen die Strasse unpassierbar gemacht, und alle Taxis, Busse, Mashrutkas warteten darauf, dass die Furten wieder passierbar wurden. Zu unserem Glueck war eine Gruppe Jugendlicher in einem 4x4 Damas auf dem Weg nach Shahrisabz und die hatten keine Lust zu warten. Als sie uns fragten ob wir mitwollten, haben wir nicht lange ueberlegt und sind eingestiegen. Eigentlich ist eingestiegen das falsche Wort. Tetris - falls noch jemand dieses geniale Spiel aus der Zeit vor "Internet 2.0" kennt - trifft es besser. Wir waren 15(!) Leute im Damas. Der Damas hatte darueberhinaus noch ein fettes Kenwood Soundsystem und so sind wir zu noch fetteren Rap und HipHop Beats zurueck zu unserer Gasfamilie gerauscht.

Alles in allem ein echt spezieller Ausflug!
 

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Mittwoch, 8. Juni 2011

Shakhrisabz - eine Oase in vielerlei Hinsicht!

Vor vier Tagen sind wir in Shakhrisabz angekommen, einem kleinen Ort etwa 200 km suedlich von Samarkand. Hier gibts ein paar spektakulaere Ruinen zu sehen die zu ihrer Zeit wohl sogar Samarkand in den Schatten gestellt haben.

Shakhrisabz ist der Geburtsort des beruechtigten Timur Timerlane, der mal eben in ein paar Jahren ganz Zentralasien, die halbe Turkei, Iran, etc. erobert hat und der gerade dabei war mit seiner Streitmacht China zu erobern als es ihn dann doch im jugendlichen Alter von 76 Jahren dahingerafft hat, was fuer seine Zeitgenossen nicht das Schlechteste war, denn unter "erobern" verstand der gute Mann das ausradieren saemtlicher Bewohner der betroffenen Staedte. Wenn man Glueck hatte und Kuenstler war, duerfte man an seinen zahllosen Bauwerken schuften und wurde nicht sofort masakriert. Sagen darf man das hier allerdings nicht zu laut, denn die Uzbeken sind maechtig Stolz auf ihren "Volkshelden"...



40m hohes "Ueberbleibsel" eines Turmes des Sommerpalastes von Timur.

Allerdings sind die Ruinen bei weitem nicht das Beste hier! Wir haben einen sogenannten "Homestay" gefunden (d.h. im Grunde nichts anderes als das man bei einer Familie in einem Gaestezimmer uebernachtet und mit den Leuten auch essen kann, aber auf Englisch klingt doch gleich alles viiiiel wichtiger... ;-).

Die Leute hier sind super nett, das Essen genial und wir haben uns richtig erholen koennen, bevor es dann vor drei Tagen zur "Rosinen-Tour" ging. Rosinen-Tour deshalb, weil wir in den nahegelegenen Bosyun-Gebirge auf eigene Faust zum Trekking wollten und unser Gastgeber eine alte russische Militaerkarte irgendwoher bekommen hat, mit Rosinen den Weg grob makiert hat und wir nur anhand des Fotos, dass wir von dem ganzen gemacht haben,  uns in die "Wildnis" gewagt haben.

Die Berge sind sehr schoen, der Trek war auch super, nur die vielen Warnungen vor Baeren, giftigen Schlangen, Skorpionen und vor alllem Spinnen haben uns Anfangs ein bisschen ein mulmeliges Gefuehl gegeben und mich in der ersten Nacht im Zelt nicht wirklich schlafen lassen... Aber vor der Hauptgefahr - Hunden - , sowohl wilde als auch "Haushunde, hat uns keiner gewarnt!

Verzeiht wenn ich keine Fotos von den Hunden gemacht habe, aber ich war zu sehr mit Laufen beschaeftigt....

Naja, wir sind wieder heil zurueck und planen unsere naechste Station.

Fotos von den Bergen gibts das naechste mal, da es hier ungefaehr eine halbe Stunde dauert ein Foto hochzuladen.

Liebe Gruesse

Tom
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Samstag, 4. Juni 2011

Samarkand - endlich kommen wir in Fahrt!



Ein Tag Samarkand liegt hinter uns und neben ein bisschen Postkartenidylle mit schoenen "Medrassas" haben wir vor allem im "Hinterland" schoene Plaetze entdeckt. (z.B. das alte juedisches Viertel mit 3 Synagogen und aktuell nur noch 25 Gemeindemitgliedern, eine "Baeckerei", die dann gleich einen kleinen Brotbackkurs angeboten hat...) Wieder haben uns die Leute mit Ihrer Freundlichkeit und Offenheit empfangen, sobald man die "Do-I-Look-Like-a-Dollar-?!!?" Strassen verlaesst.

Bemwerkenswert ist, dass alle touristischen Hauptplaetze und die Strassen vom/zum Flughafen, Busstation, etc. mit marmorverkleideten Mauern und Haeusern eingesaeumt sind, so dass man auf den ersten Blick denkt "Wow, was fuer einewohlhabende, prosperierende Stadt. Sobald man dann ein Schlupfloch auf die andere Seite der Mauern entdeckt hat, sieht die Welt ganz anders aus! Nicht so modern, dafuer umso herzlicher!



Wir haben auch sehr nette Backpacker getroffen, alle auf dem Weg von Irgendwo nach Nirgendwo. Uns geht's gut und wir kommen langsam "in Stimmung".





Morgen geht's in eine kleine Bergregion zum Trekken und danach weiter an die Afgahnische Grenze. Aus Gruenden die man wohl nur versteht wenn man hoeherer Beamter ist, wurde naemlich dei Grenze zwischen Samarkand und Dushanbe geschlossen und nur noch der Grenzuebergang bei Termiz ist geoeffnet. Naja, hab gehoert dort solls schoene alte Buddha-Statuen geben...

Bis bald! 
Weiterlessen...